Als Rippen von Dateien wird der inverse Vorgang des Brennens bezeichnet. Hierbei werden Informationen von einem Datenträger, wobei dieser nicht zwangsläufig optischer Natur sein muss, sondern auch Internetstreams oder Ähnliches verwendet werden, auf die eigene Festplatte kopiert. Beim Rippen innerhalb der Raubkopiererszene werden oftmals die Dateiformate der entsprechenden Informationen konvertiert und der Kopierschutz entfernt. Die zum Rippen benötigte Software wird als Ripper bezeichnet, wobei deren Angebotsvielfalt schwer zu überblicken ist.
Der Begriff Rippen schließt auch einen weiteren von Raubkopierern häufig verwendeten Prozess ein – das Abfilmen von Videoinformationen in Kinos. Die daraus entstehen Dateien werden auch als CAM-Rip bezeichnet.
Man unterscheidet beim Rip generell in mehreren Qualitätsstufen. Der eben erwähnte CAM-Rip stellt dabei die niedrigste Qualitätsstufe dar. Bei der nächsthöheren Stufe handelt es sich um Telesync (TS), welche das Aufnehmen der Filme mit einer professionellen Kamera in einem publikumsleerem Kino bezeichnet. Als zweitbeste Stufe einer Kopie wird der so genannte Screener (SCR) eingeschätzt. Hierbei handelt es sich um die Kopie einer für die Presse bestimmten Vorabversion des Kinofilms. Beste und somit naturgemäß seltenste Qualitätsstufe der Rips ist das Telecline (TC). Beim TC handelt es sich um eine Datenkopie, die dem direkten Ausgang eines Filmprojektors entnommen wird. Bild- und Tonqualität des Filmmaterials sind exzellent.
Rippen ist damit einer der am häufigsten verwendeten und am misverständlichsten eingesetzten Bezeichnungen in der Warezszene.